Ein Videoschnitt PC für 4k UHD und mehr (2017)

videotacho

UPDATE: 10.2017 Mit Blick auf 4k Auflösung oder mehr beim Videoschnitt stellt sich die Frage, was wird für ein aktuelles Grundsystem benötigt, um Ultra-High-Definition (UHD) Filme zu bearbeiten und zu veröffentlichen. Die spannendste Frage, muss eine eigene Grafikkarte sein oder ist der neue, auf 4k optimierte, GPU-Kern (Grafikprozessor) im Intel i7 eine Alternative?

Zu Beginn der Recherche wird schnell klar, von der Stange wird es schwierig. Irgendwas passt bei vorkonfigurierten PC-Systemen meist nie, es bleibt immer ein Kompromiss. Zum einen haben Komplettsysteme oft zu wenig RAM-Speicher, der Prozessor ist nicht hinreichend zukunftssicher (soweit das überhaupt möglich ist) oder die Systeme liegen preislich so weit oben, dass eine Investition schwer fällt oder nicht realisierbar ist. Wir versuchen einmal, ein abgestimmtes und zudem bezahlbares Grundsystem zusammenzustellen.

Alles muss zueinander passen

Wichtig ist, die Komponenten müssen gut zusammenpassen, damit sich keine Störungen, wie beispielsweise Fiepen oder Brummen bei Audioaufnahmen, einschleichen. Alle Teile dieses Konfigurationsvorschlages sind daher handverlesen und unserer Auffassung nach sehr gut geeignet für diesen Zweck. Bisher sind uns mehr als 150 Nachbauten bekannt. Wir finden, ein super Ergebnis. Danke für die Rückmeldungen.

*Selber zusammenbauen ist nicht so Euer Ding? Dann gibt es bei Amazon ein aktuelles und leistungsstarkes PC-System, mit dem Ihr prima loslegen könnt.

Desktop PC für den 4k-UHD-Videoschnitt bei Amazon*⇗

Einen 4k Videoschnitt-PC zusammenstellen

Tonfilmer Videoschnitt PC

Tonfilmer Videoschnitt PC

Nähern wir uns also über die Anforderungen:

  • Bearbeitung von Videos mit 4K-Auflösung oder mehr
  • Mehrspurfähigkeit
  • Bearbeitung von Audiomaterial, Tonstudiofunktion
  • Erstellung von broadcastfähigem Material
  • Bearbeitung von Fotos und Grafiken
  • Sehr sehr leises System

Benötigt wird also ein hochperformantes System, um die großen Datenmengen bei 4k-Video zu bewältigen. Die Anforderungen in Sachen Fotobearbeitung sind dabei fast zu vernachlässigen.

Alles ändert sich

Zudem werden für 4K-Video noch veränderte Komponenten benötigt. Dazu gehört insbesondere ein Monitoranschluss an der Grafikkarte, welcher die 4K-Signale mit 60 Hz Bildwiederholfrequenz zum Monitor leitet. Hier ist der Displayport ab V1.2 eine gute Wahl, da dieser Typ weit verbreitet ist. HDMI unterstützt ab der Version 2.0 eine Bildwiederholfrequenz von 60Hz. In der Variante 1.4 werden nur 30Hz unterstützt.
Es muss also auch ein 4k-fähiger Monitor 60Hz mit Displayport bzw. HDMI 2.0 her. Am besten werden beide Varianten vom Monitor unterstützt.
Gute Erfahrungen habe ich mit dem 4K UHD Monitor von Samsung U28E590D*⇗ gemacht. Dieser besitzt einen Displayport V1.2 und zwei HDMI Anschlüsse (HDMI2 V2.0, HDMI1 V1.4) und ist damit bestens gerüstet.

Doch fangen wir einmal an…

Der Prozessor

Ein sehr schneller Prozessor muss sein. Die CPU ist grundsätzlich für die Berechnung des Videos zuständig. Die Bilder, die Komprimierung via Codec mit dem rechenintensiven Rendern, alles eine Aufgabe der CPU. Der ganz neue i7-7700K ist ein Quad-Core-Prozessor, welcher bereits im Standardtakt eine Geschwindigkeit von 4.20 GHz und einen max. Turbo von 4.5 GHz  mitbringt. Zudem verfügen die K-Modelle über einen freien Multiplikator und unterstützen die Hyper-Threading-Technik – somit stehen insgesamt vier CPU-Kerne und acht Threads für Berechnungen bereit. 

  • Sehr hohe Leistung
  • 4K- und DDR4
  • Niedriger Stromverbrauch

Benötigt wird dazu ein Mainboardboard mit dem Sockel 1151.

Die integrierte Intel HD Grafik  GPU ist vom Treibermodell aktuell auf die Unterstützung von 4K-Video optimiert.

Der i7-7700k gehört aktuell (03.2017) zu den Leistungsstärksten Prozessoren, bestens geeignet also für unser UHD-Videovorhaben und ein absoluter Preis-/Leistungstipp. CHIP CPU Rangliste⇗

Dieser benötigt dann auch ein anderes Mainboard mit dem Z-270 Chipsatz.

Der Prozessorkühler

Ein Kühler wird beim i7-7700k nicht mitgeliefert. Das ist auch gut so, denn ein mitgelieferter Kühler ist meist kein Leistungswunder. Genauer gesagt, diese kühlen den Prozessor mehr schlecht als recht  herunter, drehen aber dabei relativ hoch mit 3000 Umdrehungen/Minute und sind damit auch zu hören.
Ein Lamellenkühler mit Heatpipes bringt hier eine deutliche Verbesserung. Die CPU wird damit laut Hersteller auf kleiner 50 Grad (bei mir sind es 25 Grad im Leerlauf) zuverlässig gekühlt. Der Lüfter ist praktisch nicht zu hören und kann oft durch PWM-Steuerung in der Drehzahl reguliert werden.
Insgesamt ist ein Lamellenkühler also eine vernünftige Variante, und deshalb dringend zu empfehlen, wenn leise Systeme gewünscht sind.

Der „be quiet! Dark Rock Pro 3„*⇗ CPU-Kühler ist dabei ein High-End-Produkt und eine richtig gute Wahl. Er ist nicht ganz günstig, jedoch für eine sehr hohe Leistung entwickelt, für Dauerlast und zum Übertakten geeignet. Super verarbeitet und mit einer ausgezeichneten Kühlleistung von 250W TDP. Der „Dark Rock Pro 3“ ist relativ groß, passt aber gut in das Corsair 200r Gehäuse hinein. Auch können alle RAM-Speicherplätze problemlos mit Low-Profile-RAM-Bausteinen genutzt werden. Sehr hübsch anzusehen mit einem dunkel vernickelten Kühlkörper und natürlich absolut geräuschoptimiert und praktisch kaum zu hören. Ein zweiter Lüfter ist bereits am Kühlkörper angebracht. Zudem hat er eine Rückplatte und ist damit sicher am Mainboard befestigt. Die Installation ist sehr einfach, gut beschrieben und ohne Spezialkenntnisse durchzuführen.

Das Mainboard

Das Mainboard ASUS „ROG STRIX Z270F GAMING“ bietet eine gute Plattform für den Videoschnitt und die Audiobearbeitung.

Anzeige: Z270F GAMING bei Amazon

ASUS wirbt mit „fast verlustfreier Audio-Qualität“ und einem überzeugenden Rauschabstand mit einem überragenden Klang.  Fakt ist, ASUS hat dort wirklich einen gewissen Aufwand getrieben, der schon sehr anspricht. Die Audiokomponenten sind speziell geschirmt und enthalten eine EMV-Abdeckung (Elektro-Magnetische-Vertäglichkeit). Das Risiko, Fiepen und Brummen auf den Audiokanälen zu haben, ist damit minimiert. Zudem sind die Mainboards gegen Hitze, Korrosion, Stromschwankungen und Kurzschlüsse geschützt.

Das Board ist bestens geeignet für Video- und Audioaufnahmen und macht eine sehr gute Figur in Sachen Abschirmung gegen Störstrahlung bei den empfindlichen Audiokomponenten.

Es verfügt über einen Displayport mit 60 Hz und kann damit 4K-Bildsignale – ohne weitere Grafikkarte – perfekt an den Monitor übertragen.

MSI Z270-A Pro

Wer noch einige Euros beim Mainboard sparen möchte, kann auch auf das  MSI Z270-A PRO*⇗ ausweichen. Für rund 120€ ist alles enthalten, was zum 4K-Schnitt notwendig ist. Der vorhandene Displayport unterstüzt ebenfalls 60 Hz, ein HDMI-Port ist dafür nicht dabei.

 

ddr4_ramDer Speicher – darf es etwas mehr sein?

Für den Videoschnitt sind 32GB eine sehr gute Größe. Zum Einstieg sind 16GB auch ok, bei Bedarf können weitere 16GB hinzugesteckt werden.  Der Hochleistungsspeicher Corsair Vengeance LPX (DDR4-3200, 2×8 GB-Kit) ist vom Preis-Leistungsverhältnis sehr interessant. Die gute Performance und vor allem die perfekte Stabilität sprechen für das Produkt. Die niedrige Bauform erlaubt es, einen großen Prozessorkühler zu installieren. Ein Kühlkörper ist integriert, sodass die Wärmeableitung sehr gut funktioniert. Der Speicher ist zudem hochkompatibel und läuft prima mit den genannten Komponenten zusammen.

Eine Grafikkarte oder die GPU im i7 Prozessor?

Einen Versuch ist es Wert. Der neue Grafikkern (GPU) im i7 Prozessor ist nun optimert für das Decoding von Ultra HD-4k-Video. Wir werden es testen.

Seit Januar 2015 unterstützt Intel mit einem Grafik-Treiberupdate jetzt die GPU-Decodierung des HEVC/H.265-Codecs für Ultra HD-Video.

Die Grafik-Chips der Intel Core-CPUs nutzen nun die Hardware-Beschleunigung. Beim Dekodieren von 4k-Material ist H.265, mit der viermal so hohen Datenmenge, auf jeden Fall gut für eine kräftige Entlastung durch die Hardwarebeschleunigung.

Sofern ich mehrere 4K-Monitore betreiben möchte, bin ich doch sehr schnell bei einer zusätzlichen Grafikkarte. Diese haben inzwischen meist 2x den Diplayport 1.2 (oder höher) und 2x HDMI 2.0 (oder höher) eingebaut. Die Rechenleistung der Grafikkarte sollte mindestens 2-3 TFLOPS für 4K-Video sein. Zudem muss die Grafikkarte OpenCL oder CUDA unterstüzen. Da ich selbst auch mehrere Monitore nutze, habe ich inzwischen eine zusätzliche Grafikkarte eingesetzt.

Wer mit Adobe Premiere professionell schneiden möchte und ausreichend Budget hat, sollte einen Blick auf die Grafikkarten Nvidia GTX 1070 oder die High-End GTX 1080ti*⇗ werfen. Hier werden die besten Performancewerte für Premiere erreicht.

SSD  und Netzteil

SSD Crucial MX300 - 1TB

SSD Crucial MX300 – 1TB

Irgendwo müssen die Daten ja nun hin. Zwei flotte SSD-Platten (eine für das System) runden das Performance-Bild ab. Eine normale SATA-Festplatte ist für den Bearbeitungsprozess im System nicht mehr vorhanden, jedoch gibt es eine 9TB große externe Speicher- und Datensicherungsmöglichkeit. Eine externe USB3-Festplatte*⇗ ist dafür auch sehr gut geeignet.
Inzwischen sind bezahlbare große SSDs verfügbar, welche auch umfassendere Projekte aufnehmen können. Wer also darüber nachdenkt, z.B. eine 1TB-SSD für die Videoproduktion einzusetzten, findet vielleicht meinen Artikel zu diesem Punkt hilfreich ->Eine große SSD für den UHD-Videoschnitt.

Dicke Systeme benötigen auch dicke Netzteile. Das Thermaltake Berlin mit 630W*⇗ hat ausreichend Reserven, bleibt schön kühl und macht absolut keinen Lüfterlärm, ideal für leise Umgebungen.

 

 

 

 

 

Das Gehäuse

Auf der Suche nach einem Towergehäuse, welches innen lackiert ist, Einschübe für SSDs hat, ein untenliegendes Netzteil mit eigenem Lüftungskreis ermöglicht, über USB3-Frontports verfügt und es erlaubt, die Seitenwände links und rechts abzunehmen. Zudem muss im Innenraum genügend Volumen sein sowie Platz für mehrere Gehäuselüfter, um die Abwärme gut abtransportieren zu können.
Der „Corsair 200r Tower“*⇗ ist ein Top-Gehäuse, welches super verarbeitet ist und die Anforderungen ausgezeichnet erfüllt.

Und? Wie fühlt es sich an?

OK, es überrascht bestimmt nicht. Wir haben gelernt, um 4k zu bearbeiten, benötigen wir vor allem viel Rechenleistung. Mit diesem System kann problemlos 4k-Material auf mehreren Spuren geschnitten und mit Effekten versehen werden. Ein zügiges Rendern und Exportieren funktioniert ebenfalls ausgezeichnet. Die integrierte Grafik GPU schaufelt den 4k-Stream problemlos weg und ist auf jeden Fall eine Option, um am Anfang die Kosten in Grenzen zu halten. Mit diesem Grundsystem kann ich die gestellten Anforderungen sehr gut erfüllen.

Wenn an der Effekteschraube gedreht wird, kann zugesehen werden, wie die Prozessorlast nach oben geht. Für ein flüssiges arbeiten macht es deshalb Sinn, die Teile mit rechenintensiven Effekten „vorschauzurendern“. Eine echte 64Bit-Schnittsoftware ist zudem sehr hilfreich für derartige Anforderungen. Alternativ ist der Proxyschnitt (eigener Beitrag), welcher mehr rechenintensive Effekte gleichzeitig in der Echtzeitvorschau ermöglicht, sehr gelungen.

Hergeben möchten wir den neuen Schnittplatz nicht mehr.

sf.

Ihr habt eine Frage oder Anmerkungen? Dann schreibt uns dazu, wir freuen uns:

siggi[at]tonfilmer.de oder über das Kontaktformular

  • Ihr braucht mehr Unterstützung beim Zusammenbau? Dann stehen wir mit HowTo, Tipps und Tricks via Telefon, e-Mail, Skype, Whatsapp, usw. zur Verfügung. 3 Monate lang beliebig viele Anfragen für 39,99€ in die Kaffeekasse. Paypal.me
  • Selber zusammenbauen ist nicht so Euer Ding?
    Dann gibt es bei Amazon ein aktuelles und leistungsstarkes PC-System mit sehr guten System- und Händlerbewertungen, mit dem Ihr prima loslegen könnt.
    Desktop PC für den 4k-UHD-Videoschnitt bei Amazon⇗
  • Ihr findet Tonfilmer.de hilfreich und möchtet diese Seite unterstützen? Dann könnt ihr mit Paypal etwas in die Kaffeekasse⇗ einwerfen.

 

Teileliste mit Links zu den Produkten bei Amazon:

*Enthält Werbelinks

⇗Externer Link

 

FAQ – Hier finden sich die häufigsten Fragen:

Frage: Die Onboard-Grafikkarte ist ausreichend für 4K-Video?

Antwort: Ja, das funktioniert sogar recht gut und ist auf jeden Fall eine Option, um mit dem 4k-Videoschnitt zu beginnen. Wenn mehrere 4K-Monitore eingesetzt werden sollen, dann kommt eine ergänzende Grafikkarte hinzu. Die Hauptlast der Rechenleistung liegt weiterhin beim Prozessor, erst beim Einsatz einer sehr hochwertigen Grafikkarte (1000€), erfolgt eine spürbare Entlastung der CPU.

Frage: Warum benötige ich zwei SSD-Disk und ggf. eine SATA-HDD?

Antwort: Für den bestmöglichen Datendurchsatz und somit die Performance wird das Betriebssystem auf eine kleinere SSD (z.B. 256GB) installiert. Die eigentlichen Videodaten liegen dann für den Schnitt auf einer größeren SSD (z.B. 1TB). Wenn alles fertig geschnitten ist, werden die Videos auf einer großen SATA-HDD oder einer externen USB3-HDD aufbewahrt.

Frage: Ich möchte eine zusätzliche Grafikkarte, aber welche?

Antwort: Eine schwierige Frage. Als erstes empfehle ich einmal zu schauen, ob der Hersteller eurer Schnittsoftware eine Liste von unterstützten oder empfohlenen Grafikkarten anbietet. Ist das nicht der Fall, so sollte die Karte die Standards OpenCL oder CUDA unterstützen. Zudem sind 8 GB GDDR5 Speicher mit einem Speicherinterface mit 256 Bit sowie ausreichend Schnittstellen (2x Display Port V1.2, 2x HDMI 2.0) sinnvoll. Weiterhin bis zu 4 Monitore gleichzeitig betreibbar und genügend Rechenleistung >2-3 TFlops.

Frage: Ich habe großen Respekt vor dem Zusammenbau der Komponenten, schaffe ich das als sonst normaler Anwender?

Antwort: Zu wissen was man macht ist schon notwendig. Es ist aber auch keine Zauberkunst, besonders wenn die Komponenten, wie in meinem 4k-PC-Vorschlag, schon ausgewählt und als passend bekannt sind. Etwas mit der Technik beschäftigen muss man sich aber schon. Es geht auch mit Unterstützung. ZB. bei mir ->3 Monate lang beliebig viele Anfragen, für 39,99€. Kontakt.

Alternativ kann es sonst ein vorgefertigter PC sein, den ich bei Bedarf noch anpassen kann. Ein aktuelles und leistungsstarkes PC-System, mit dem Ihr prima loslegen könnt, wäre dieses:

Desktop PC für den 4k-UHD-Videoschnitt bei Amazon

Frage: Bei meinem Anbieter sind die CPU-Kühler nur für den Sockel 1150 ausgewiesen. Sind die Kühlkörper der Sockel 1150 und 1151 kompatibel?

Antwort: Die hier genannten CPU-Kühler sind für den Sockel 1151 geeignet, auch nachzulesen auf der Homepage der Hersteller. Baulich sind die Sockel 1150/1151 identisch. Im Anpressdruck unterscheiden sich diese aber sehr wohl, dabei benötigt der Sockel 1151 weniger Anpressdruck als der Sockel 1150. Damit keine Beschädigungen der CPU eintreten, muss der Kühlkörper das ausgleichen.

Frage: Kann ich auch eine interne SSD mit M.2-Anschluss verwenden?

Antwort: Das geht natürlich auf jeden Fall. Insbesondere für die SSD des Betriebssystems wäre das eine Alternative. Die iSSD ist aktuell etwas teurer als eine SATA-SSD. Aufgrund der permanenten Lese-/Schreibzugriffe empfehle hier eine qualitativ höherwertige SSD zu verwenden.  z.B. die Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW.

Frage: Ist der AMD Ryzen eine Alternative?

Antwort: Der AMD Ryzen ist in der Tat ein spannender Ansatz und schlägt sich insbesondere beim Export von Videomaterial sehr gut. Im Schnittbetrieb sieht das dann schon anders aus, hier ist im Gegensatz zu einer großen Anzahl an CPU-Cores eine hohe Taktfreuenz ein entscheidender Faktor für ruckelfreien Betrieb. Das ist u.a. dadurch begründet, dass die Schnittsoftwareprodukte sich mit vielen CPU-Cores eher schwer tun bzw. diese sogar nicht unterstützen. Das Zusammenbauen eines Ryzen PC ist zudem schwieriger als bei Intel Systemen. Es gibt viel weniger Auswahl an kompatiblen Komponenten und aufgrund technischer Spezifikationen spielen diese in vielen Fällen nicht problemlos zusammen. Kein guter Ansatz für einen Selbstbau, eher etwas für Spezialisten. Aus diesen Günden setzen die mir bekannten Filmschaffenden aktuell weiter auf Intel gestützte Systeme.

weitersagen…Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on Facebook